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Freund…Freundschaft… und das was bleibt

{Short Stories #2}

Ich lese gerne, ich lese viel. Unterschiedliches, ich sauge Bücher auf. Dazu gehören auch Biografien.

Geschriebenes ist wertig, es bleibt. So lese  ich nicht nur, sondern schreibe…

Und ich finde das geschriebene Wort befreit, Dinge festhalten oder auch verarbeiten wenn man etwas erlebt hat.

Da kommt mir die Aktion  „short stories“ von den Bloggerinnen Bine von was eigenes und Andrea von jolijou doch gelegen und bietet eine schöne Plattform um auch eventuell mal mehr Leser zu erreichen.

Freundschaft ist das Februar Thema, ja, ich weiß wir haben schon März. Aber das sehen die Mädels nicht so eng.

Was ist für mich Freundschaft, wer ist denn mein Freund?

Freundschaft kann schon ewig währen, sie kann eine Episode des Lebens sein. Du kannst Freunde verlassen, enttäuschen, verlieren.

Es gab und gibt in meinem Leben nich viele wirkliche Freunde. Ich habe das immer reduziert gehalten. Bewusst. Diese Massencliquenfreundschftsgedönse war nie so wirklich mein Ding.

Aber die letzten 10 Jahre hatte ich einen besten Freund. So einen wie man ihn sich wünscht:

Wir kennen uns schon lange, mein bester Freund und ich. Etwas über 30 Jahre.Wir hatten wilde Zeiten damals, legendäre Parties, halsbrecherische Motorradtouren, Zelten, wir haben nix ausgelassen, wild war es, aber schön und unvergessen.

Dann haben wir uns aus den Augen verloren, der Freund und ich. Jeder hat jemanden geheiratet, das Leben nahm, obwohl wir in der gleichen Kleinstadt leben, einen andernen Lauf.

Dann aber , ein gemeinsamer Bekannter hatte Polterabend trafen sie sich wieder, die alten Freunde.

Es wurde gequatscht, das Erlebte der letzten Jahre ausgetauscht und es wurde sich verabredet. Fur ein gemeinsames Hobby, eine Tour nach Assen zum Moto GP.

Ein schönes, ja ein wunderschönes Wochenende folgte und man verliebte sich. Der Freund und die Freundin gingen nun gemeinsam durchs Leben. Als Partner, als Fels in der Brandung, als Verschworene. So viele Gemeinsamkeiten wurden ausgelebt, gelacht, geweint. Zugehört, getrunken, gegessen, gefeiert, Brandungen durchquert, immer als Team…

Schwierigkeiten die der Andere hatte wurden zu den Eigenen erklärt, man kümmerte sich man half sich, man lernte voneinander. So ging es viele Jahre, Freund und Freundin waren ein Paar, Geliebte, Verschworene.

Natürlich hat so ein Paar nicht nur schöne Zeiten, nein, es gab auch Schwierigkeiten miteinander,

Paarprobleme zu lösen. Aber das ging immer irgendwie, denn sie haben nie vergessen das sie ja auch Freunde sind.

Dann kamen das womit niemand rechnete.

Der Freund wurde krank, seine Seele wurde krank. Der Freund vergass das sie seine Freundin war. Er suchte Schuldige für Probleme, er suchte die Wurzel seines Übels. Und er wollte nicht mehr mit der Freundin darüber sprechen.

Es wurde nicht mehr gesprochen.

Nicht mehr miteinander sprechen ist wie viele kleine Tode sterben. Wenn man etwas sagen will und man kurz bevor die nett gedachten Worte die Lippen verlassen stoppt. Stoppt weil man resigniert hat, weil es einfach nicht mehr lohnt.

Gibt es das: es lohnt sich nicht mehr zu Reden ? Schade ist es immer, wenn man aufhört zu reden und heimlich nur für sich denkt: Du bist nicht mehr mein Freund, Du Gegenüber.

Bitte werde nicht mein Feind. Das ist eigentlich alles was es in Phasen wie dieser zu denken und vielleicht auch zu reden gibt:

Bitte werde nicht mein Feind!

Und so wurde die Kluft wurde tiefer und tiefer bis dann der Freund das sagte was die Freundin schon lange dachte:

Ich will nicht mehr Dein Partner sein.

So ist es und so bleibt es.

Und so ist er nicht mehr in meinem Leben. Der beste Freund den ich jemals hatte.

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5 Kommentare

    • Danke, liebe Claudia! Es ist aber auch in guten Zeiten ein seltenes Gut das der Partner auch der beste Freund ist. Somit soll man sich an das Schöne erinnern!
      Liebste Grüße an Dich

  1. Liebe Rita, es tut mir wahnsinnig Leid das zu lesen! Ich denk an dich und hoffe, du hast liebe Menschen um dich!

    Herzliche Grüße

  2. Liebe Rita,
    so einen Freund habe ich auch und ich kann deine Gefühle deshalb sehr gut verstehen.
    Bleib stark in dieser Zeit und vergiss DICH dabei nicht, ich schicke dir ganz viel Kraft!

    Liebe Grüße,
    Katja

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